Ausflugsziele & AusflügeInfo & Sehenswürdigkeiten

Kloster Beuron entdecken: 900 Jahre Geschichte zwischen Donau und Alb-Felsen

Klosterkirche, Gnadenkapelle und größte Klosterbibliothek Deutschlands erleben

Es gibt diesen einen Moment, wenn du von Norden her durch die engen Kurven des Oberen Donautals fährst und plötzlich – zwischen wuchtigen Kalkfelsen und tiefem Wald – taucht es auf: das Kloster Beuron. Ein langgestreckter, weißer Gebäuderiegel mit rotem Dach, der charakteristische Zwiebelturm der Abteikirche, eingebettet in eine Landschaft, die so unwirklich schön ist, dass die Mönche selbst sie den „Vorhof des Himmels“ nennen. Bei meinem letzten Besuch im Frühsommer 2025 stand ich oben auf dem Knopfmacherfelsen und konnte den Blick einfach nicht abwenden. Was ich an diesem Ort entdeckt habe – an Stille, an Kunst, an gelebter Geschichte – will ich dir hier erzählen.

Dieses Kloster ist anders als alle anderen auf der Schwäbischen Alb. Hier verschmelzen 900 Jahre Klostergeschichte, eine eigenständige Kunstrichtung, die bis nach Südamerika ausstrahlte, und die größte private Klosterbibliothek Deutschlands zu einem einzigartigen Erlebnis. Und das Beste: Du kannst hier nicht nur staunen – du kannst innehalten, mitfeiern und sogar tagelang bleiben.

Kloster Beuron Schwäbische Alb Panoramaansicht Erzabtei mit Felsen im Oberen Donautal

Die Erzabtei Beuron in ihrer ganzen Pracht – eingerahmt von den schroffen Kalkfelsen des Oberen Donautals. Ein Anblick, der schon Generationen von Pilgern und Reisenden in Bann gezogen hat.

Eine Klostergeschichte, die fast 1000 Jahre zurückreicht

Wenn du im Innenhof der Erzabtei stehst, hältst du Geschichte in den Händen. Die ersten Mönche kamen wohl schon im 11. Jahrhundert hierher – um 1080/1090 gründete der Adlige Peregrin von Hosskirch an einem hochwasserfreien Platz im Donautal das Stift St. Maria und St. Martin. 1097 nahm Papst Urban II. das Stift unter päpstlichen Schutz. Damals lebten hier allerdings keine Benediktiner, sondern Augustiner-Chorherren – Beuron war über Jahrhunderte eines der ältesten Augustiner-Chorherrenstifte Deutschlands.

Die wechselvolle Geschichte führte das Kloster durch alle Höhen und Tiefen. Im Dreißigjährigen Krieg wurde es beinahe vollständig zerstört. 1687 erhob Papst Innozenz XI. Beuron in den Stand einer Abtei, und unter den Baumeistern Franz Beer und Johannes Brix entstand zwischen 1694 und 1709 ein prächtiger Neubau. Doch dann kam 1802 die Säkularisation: Das Fürstenhaus Hohenzollern-Sigmaringen übernahm sämtliche Liegenschaften, die Chorherren mussten Beuron verlassen. Sechzig Jahre lang stand das Kloster leer und diente zeitweise als Militärspital.

1863: Der Neuanfang durch die Brüder Wolter

Die Wende kam 1862: Eine Stiftung der Fürstin-Witwe Katharina von Hohenzollern-Sigmaringen machte den Neubeginn möglich. Sie hatte in Rom die Brüder Maurus und Placidus Wolter kennengelernt, zwei Benediktinermönche, die sich ein eigenes Kloster wünschten. Am Pfingstmontag 1863 erklang in Beuron erstmals wieder das Chorgebet. Was viele nicht wissen: Beuron war damit die erste Neugründung einer Benediktinerabtei außerhalb Bayerns nach der Säkularisation – ein historischer Meilenstein.

Schon 1868 wurde Beuron zur Abtei erhoben, 1887 zur Erzabtei. Heute ist sie das Stammkloster der Beuroner Benediktinerkongregation mit rund 16 Klöstern in Deutschland, Österreich und Dänemark. Im Konvent leben aktuell rund 30 Mönche, geleitet vom Erzabt.

Insider-Wissen: Edith Stein und Beuron

Zwischen 1927 und 1933 besuchte die heilige Edith Stein das Kloster Beuron 15-mal nachweislich. Die jüdisch geborene Philosophin und spätere Karmelitin fand hier bei Erzabt Raphael Walzer einen geistlichen Berater von Format. Walzer hielt sie über Jahre von ihrem Plan zurück, in den Karmel einzutreten – er bat sie, weiterhin in der Öffentlichkeit zu wirken. 1942 wurde Edith Stein in Auschwitz-Birkenau ermordet. Ein Stück Weltgeschichte, das in den Mauern dieses Klosters seinen Lauf nahm.

Die Abteikirche St. Martin: Barocke Pracht im Donautal

Wenn du das erste Mal die Klosterkirche betrittst, raubt dir der Anblick den Atem. Die Barockkirche wurde von 1732 bis 1738 im Auftrag des Abtes Rudolf II. von Strachwitz vom Rottweiler Baumeister Matthäus Scharpf erbaut. Es handelt sich um eine spätbarocke Wandpfeilerkirche mit umlaufenden Emporen und eingezogenem Chor – ein Meisterwerk süddeutscher Sakralarchitektur.

Kloster Beuron Klosterkirche Fassade Schwäbische Alb mit Sankt Martin Fresko und Zwiebelturm

Die imposante Westfassade der Abteikirche St. Martin mit dem zentralen Bild des heiligen Martin von Tours – ein gelungenes Beispiel für die Beuroner Kunst. Der Zwiebelturm verrät die barocke Bauzeit.

Im Tympanon der Vorhalle siehst du das berühmte Bild des heiligen Martin von Tours, des Namenspatrons der Erzabtei. Es ist ein gelungenes Beispiel der Beuroner Kunstschule – dazu gleich mehr. Was vielen Besuchern nicht klar ist: Die Kirche sah nicht immer so hell und barock prachtvoll aus, wie du sie heute erlebst. Von 1872 bis Mitte des 20. Jahrhunderts war das Innere im Stil der Beuroner Schule umgestaltet worden – wesentlich dunkler. Erst 1947 stellte man den ursprünglichen barocken Glanz wieder her.

Kloster Beuron Klosterkirche Innenansicht Schwäbische Alb Hochaltar barocke Deckenmalerei

Mein Tipp: Setz dich für ein paar Minuten in eine der hinteren Bänke und lass den prächtigen Hochaltar mit den Seitenaltären auf dich wirken. Besonders eindrucksvoll, wenn die Mönche zur Vesper einziehen.

Das wechselbare Hochaltarbild – ein Kuriosum

Eine echte Besonderheit, die du bei einem normalen Kirchenbesuch leicht übersiehst: Das Altarbild im Hochaltar ist austauschbar. Das ganze Jahr über siehst du die Krönung der Gottesmutter im Himmel, gemalt von Gabriel Wüger 1867. Zur Weihnachtszeit wird es jedoch gegen ein Bild mit der Krippenszene ausgetauscht – ein faszinierendes Detail, das die Liturgie der Mönche bis heute prägt. Die Orgel der Abteikirche stammt aus dem Jahr 1984 und wurde von der renommierten Orgelbaufirma Johannes Klais aus Bonn gebaut. Wenn du Glück hast und ein Konzert besuchst, bekommst du eine Akustik geboten, die du so schnell nicht vergisst.

Die Beuroner Kunstschule: Eine Weltreise im Kloster

Jetzt wird es richtig spannend. Was Beuron weltberühmt machte, war nicht nur die Klostergeschichte, sondern eine eigenständige Kunstrichtung, die hier 1868 entstand: die Beuroner Kunstschule. Begründer war Pater Desiderius Lenz – eigentlich Peter Lenz, geboren 1832 in Haigerloch. Lenz war Architekt, Bildhauer und Maler und verachtete die seiner Meinung nach „kitschige“ und „opulente“ zeitgenössische Kirchenkunst.

Gemeinsam mit seinen Freunden Jacob Wüger und Lukas Steiner gründete er 1868 in Beuron eine Künstlerwerkstatt. Ihr Ziel: eine neue „Heilige Kunst“ schaffen. Markenzeichen waren klare Linienführung, geometrische Prinzipien, Würde und Strenge im Ausdruck. Die Künstler griffen dabei auf altägyptische, frühchristliche und byzantinische Vorbilder zurück. Was zunächst wie ein Nischenprojekt klang, traf einen Nerv der Zeit. Bald kamen Aufträge aus ganz Europa – sogar aus Nord- und Südamerika. Die Schüler von Lenz malten unter anderem im italienischen Benediktinerkloster Montecassino und in der Prager Gabrielskirche.

Die Gnadenkapelle: Mein persönliches Highlight

Wenn du nur eines im Kloster Beuron besichtigen kannst, dann muss es die Gnadenkapelle sein. Sie wurde 1898/99 nördlich an die Abteikirche angebaut, um dem wundertätigen Beuroner Gnadenbild – einer spätgotischen Pietà aus der Mitte des 15. Jahrhunderts – einen würdigen Aufstellungsort zu schaffen. Das Bild der „Schmerzhaften Mutter von Beuron“ wurde erstmals 1669 erwähnt und galt schon damals als wundertätig.

In der Kapelle wirst du die Beuroner Kunst pur erleben. Die Apsis zeigt die Kreuzigung – aber nicht als blutiges Leidensbild, sondern aus nachösterlicher Perspektive. Das Kreuz wird zum Lebensbaum, in dem Vögel des Himmels nisten, während aus den vier Paradiesflüssen Hirsche trinken. Die Wandmalereien wirken fast wie zarte, pastellfarbene Comiczeichnungen – flächig, ätherisch, exotisch. Bei meinem ersten Besuch saß ich fast eine Stunde dort. Es ist einfach unvergleichlich.

Geheimtipp: Die Krypta unter der Gnadenkapelle

Seit Ende 2012 ist auch die Krypta unter der Gnadenkapelle für die Öffentlichkeit zugänglich – und sie ist ein „lange verkanntes Kleinod“, wie es Bruder Augustinus Gröger in einem Buch nennt. Hier befindet sich die Grablege der Beuroner Erzäbte. Der mit Säulen ausgestattete Raum ist im Stil der Beuroner Kunstschule ausgemalt. Bis Ende der 1980er Jahre diente er sogar als Pfarrkirche. Bei meinem Besuch im Frühsommer war ich völlig allein darin – ein Moment der Stille, den ich nie vergessen werde.

Der Klosterfriedhof und die Grabkapelle Familie de Habern

Wenn du einmal um die Klosteranlage herumgehst, kommst du am Klosterfriedhof vorbei – und dort entdeckst du ein architektonisches Juwel, das viele Besucher schlicht übersehen: eine kleine, achteckige Grabkapelle aus hellem Kalkstein. Es ist die Grabkapelle der Familie de Habern, ein wunderschöner Bau im rundbogig-romanischen Stil mit kupfernem Dach. Die lateinische Inschrift „QVI IN DNO MORIVNTVR + AMODO JAM DICIT SPIRITVS“ zitiert die Offenbarung des Johannes: „Selig sind die Toten, die im Herrn sterben.“

Kloster Beuron Grabkapelle Familie de Habern Schwäbische Alb achteckiger Bau mit lateinischer Inschrift

Die kunstvoll gestaltete Grabkapelle der Familie de Habern auf dem Klosterfriedhof – ein verstecktes Detail, das die meisten Besucher übersehen. Schau dir die filigranen Schmiedeeisen-Türen genau an.

Achte auf die feinen Details: die filigrane Schmiedearbeit der Türen, die kleinen Wappenschilde über dem Eingang, die ornamentalen Verzierungen an den seitlichen Säulchen. Solche Details lohnen einen zweiten Blick – und sind typisch für die liebevolle Gestaltung, die das ganze Klostergelände prägt.

️ Ausflugsziele & Ausflüge auf der Schwäbischen Alb

Hier findest Du die meiner Meinung nach schönsten Ausflugsziele auf der Schwäbischen Alb. An allen Orten bin ich selber mehrfach gewesen. Die Schwäbische Alb bietet einige Sehenswürdigkeiten, die Du unbedingt entdecken solltest. Wir sehen uns – auf der wunderschönen Schwäbischen Alb.

Zu den Ausflugszielen →

Die größte Klosterbibliothek Deutschlands

Eine Zahl, die ich beim ersten Hören kaum glauben konnte: Die Erzabtei Beuron beherbergt mit rund 405.000 Werken die größte Klosterbibliothek Deutschlands. Die Bücher sind in einem 1925 erbauten sechsstöckigen Regalmagazin untergebracht. Schwerpunkte bilden Theologie, die Geschichte des Benediktinerordens und die Kunstgeschichte des Mittelalters. Die Bibliothek nimmt sogar am Deutschen Leihverkehr teil.

Was viele nicht wissen: In Beuron wird auch der altlateinische Bibeltext am international bekannten „Vetus Latina Institut“ erforscht. Seit 1884 erscheint hier außerdem das berühmte Messbuch „Der Schott“ – benannt nach dem Beuroner Pater Anselm Schott. Über 100 Jahre alt ist auch der Beuroner Kunstverlag, der heute die offizielle deutschsprachige Ausgabe der Regel des Heiligen Benedikt herausgibt.

Wallfahrtsort Beuron: Tradition seit Jahrhunderten

Beuron ist seit Jahrhunderten ein Ziel von Pilgern und Wallfahrern. Die Verehrung des Beuroner Gnadenbildes ist auch heute noch lebendig. Besonders das Hochfest „Mariä Schmerzen“ im September zieht zahlreiche Gläubige an. In der Nähe des Klosters, im idyllischen Liebfrauental, befindet sich außerdem eine Lourdes-Grotte.

Wenn du die Mönche bei der Liturgie erleben möchtest, hast du zahlreiche Gelegenheiten: Werktags beginnt der Tag um 5 Uhr mit dem Morgenlob, gefolgt von der heiligen Messe um 6 Uhr in der Gnadenkapelle, der Konventmesse um 11 Uhr, der Vesper um 18 Uhr und der Komplet um 20 Uhr (außer dienstags). Sonntags gibt es zusätzlich die feierliche Konventmesse um 9:30 Uhr. Die Beuroner Mönche pflegen den gregorianischen Choral seit Generationen und gelten als eine der besten Schola-Gemeinschaften im deutschsprachigen Raum.

Mein Tipp: Vesper am Sonntagnachmittag

Wenn du nur einen Moment das ganze Beuron-Erlebnis spüren willst, komm am Sonntag um 15 Uhr zur Vesper. Das gesungene Stundengebet der Mönche, der Sakramentale Segen, die hereinfallenden Lichtstrahlen durch die hohen Kirchenfenster – das berührt dich, egal ob du gläubig bist oder nicht. Die Beuroner Liturgie ist ein Kulturschatz, der nirgendwo sonst in dieser Reinheit zu erleben ist.

Tage im Kloster: Auszeit hinter Klostermauern

Vielleicht hast du schon mal mit dem Gedanken gespielt, ein paar Tage in einem Kloster zu verbringen. In Beuron geht das tatsächlich – und der Gästeflügel wurde inzwischen komplett saniert und ist barrierefrei. Was du wissen solltest: Beuron ist kein Hotel. Du lebst auf Zeit mit den Mönchen, kannst an deren Gebetszeiten teilnehmen oder einfach durch das Donautal wandern. Übernachtungen verstehen sich als Vollpension mit vier Mahlzeiten. Anreise ist frühestens ab 14 Uhr möglich, an Sonn- und Feiertagen jedoch nicht. Eine wichtige Bitte der Mönche: An den Mahlzeiten im Speisesaal solltest du angemessene Kleidung tragen – Radlerhosen sind nicht erwünscht. Ein kleiner Hinweis auf den besonderen Charakter dieses Ortes.

Wandern und Radeln rund um Kloster Beuron

Beuron liegt mitten im Naturpark Obere Donau und ist Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen und Radtouren. Sechs Weitwanderwege führen durch den Ort, darunter der berühmte Donau-Zollernalb-Weg, der Schwäbische-Alb-Nordrand-Weg und der Martinusweg. Auch der Premiumweg „Donauwelle Eichfelsen-Panorama“ sowie der Donauberglandweg verlaufen direkt am Kloster vorbei.

Kloster Beuron Winter Schwäbische Alb Erzabtei mit kahlen Bäumen und Felsen im Donautal

Auch im Winterhalbjahr lohnt sich der Besuch: Wenn der Rauch aus den Kaminen aufsteigt und die Felsen kahl in der Sonne leuchten, hat das Kloster einen ganz eigenen, kontemplativen Reiz.

Mein Lieblingsweg ist der „Rundweg Beuron 5″, der vom Bahnhof bzw. Haus der Natur über ein Teilstück des Donauradwegs zu den Maurusfelsen, zum Donauhaus, zur St. Maurus-Kapelle und weiter über den Jägerpfad und einen kleinen Felsentunnel zurück zum Kloster führt. 6,7 Kilometer in etwa 2,5 Stunden – das ist die perfekte Tageswanderung. Auch der Donauradweg führt direkt am Kloster vorbei und ist ideal, wenn du Beuron mit anderen Sehenswürdigkeiten im Donautal verbinden möchtest.

Wanderungen auf der Schwäbischen Alb

Hier findest Du meine Wanderungen auf der schwäbischen Alb mit genauer Streckenbeschreibung, Fotos und teilweise auch Videos. Natürlich auch eine Karte der Anfahrt.

Zu den Wanderungen →

Saisonale Highlights: Wann ist die beste Zeit für Beuron?

Ich habe Beuron zu allen Jahreszeiten besucht und kann ehrlich sagen: Es gibt keine schlechte. Im Frühling, wenn die ersten Wanderer durch das Donautal kommen und die Felsen mit Wildblumen geschmückt sind, hat das Kloster einen besonderen Zauber. Im Sommer ist es der ideale Ausgangspunkt für lange Radtouren. Im Herbst leuchten die Mischwälder rund um die Kalkfelsen in unbeschreiblichen Farben – meine persönliche Lieblingszeit. Im Advent und an Weihnachten erlebst du eine ganz besondere Stimmung. Achte auf die Sondergottesdienste an den Hochfesten – wie das Hochfest des heiligen Martin am 11. November, dem Patroziniumstag der Erzabtei.

Andere Klöster im Donautal: Was du noch entdecken solltest

Beuron ist nicht das einzige Kloster im Donautal – die Region ist gespickt mit beeindruckenden Sakralbauten. Wenn du dich für Klöster begeisterst, solltest du unbedingt auch das nahegelegene ehemalige Kloster Inzigkofen besuchen, das mit seiner 500-jährigen Geschichte als Augustiner-Chorfrauenstift fasziniert. Auch das barocke Kloster Obermarchtal mit seinem berühmten Geläut aus 13 Glocken liegt direkt am Donauradweg und ist eine perfekte Ergänzung zu deinem Beuron-Besuch.

Wenn du im Donautal unterwegs bist, lohnt sich auch ein Abstecher zu den romantischen Brücken im Donautal oder zur geheimnisvollen Burg Rechtenstein, die ich dir wärmstens empfehlen kann.

Restaurant-Tipp: Hotel Pelikan direkt gegenüber dem Kloster

Nach so viel Kunst und Geschichte braucht der Magen seinen Tribut. Mein Tipp ist das Hotel und Restaurant Pelikan (Abteistraße 1, 88631 Beuron, www.beuron-pelikan.de), das sich direkt gegenüber der Erzabtei befindet. Hier kommst du mittwochs, samstags und sonntags ab 11 Uhr in den Genuss durchgehend warmer Küche – mit schwäbischen Spezialitäten wie Maultaschen, Linsen mit Spätzle und Saiten oder saisonalen Wildgerichten. Die Lage ist unschlagbar: Du blickst während des Essens direkt auf die Klostermauern und den Zwiebelturm der Abteikirche. Eine wunderbare Alternative – besonders bei einer Radtour entlang des Donauradwegs – ist der Gutshof Käppeler in Beuron-Thiergarten (Hofstraße 22, 88631 Beuron, www.restaurant-gutshof-kaeppeler.de). Bitte beachte, dass die Öffnungszeiten saisonal variieren – am besten vorher anrufen.

Unterkünfte auf der Schwäbischen Alb

Hier findest Du die besten Hotels und Ferienwohnungen auf der Schwäbischen Alb. Ob du zum Shoppen nach Metzingen kommst, oder die schönsten Wanderungen und Ausflugsziele hier erleben willst. Hier findest du die optimale Unterkunft.

Zu den Unterkünften →

Häufige Fragen zu Kloster Beuron (FAQ)

Wie komme ich zum Kloster Beuron auf der Schwäbischen Alb?

Mit dem Auto erreichst du Beuron über die A 81 Stuttgart–Singen, Ausfahrt Tuningen, dann B 523 nach Tuttlingen und weiter Richtung Beuron/Donautal. Aus Richtung Ulm kommend nimmst du die B 311. Mit der Bahn fährst du auf der Donautalbahn von Tuttlingen oder Ulm bis Bahnhof Beuron – im Stundentakt, mit Halt in Beuron etwa alle zwei Stunden. Im Sommerhalbjahr (Mai bis Oktober) verkehrt zusätzlich der Naturpark-Express. Vom Bahnhof sind es nur wenige Gehminuten zum Kloster.

Was kostet der Eintritt für die Klosterkirche?

Der Eintritt in die Klosterkirche und die Gnadenkapelle ist kostenlos. Die Kirche ist täglich von 5 Uhr bis 20:15 Uhr geöffnet und kann außerhalb der Gottesdienstzeiten besichtigt werden. Über eine Spende für den Erhalt des Klosters freuen sich die Mönche natürlich.

Kann man das Kloster Beuron innen besichtigen?

Das Kloster selbst – also der Konventbereich, die Bibliothek und die Mönchszellen – kann nicht besichtigt werden. Frei zugänglich sind die Abteikirche, die Gnadenkapelle und die Krypta unter der Gnadenkapelle. Für Gruppen können nach Absprache Kirchenführungen vereinbart werden. Auch ein Diavortrag über das Kloster lässt sich buchen.

Wo kann ich am Kloster Beuron parken?

Unterhalb der Abteikirche befinden sich zwei kommunale, gebührenpflichtige Parkplätze für Tagesgäste. Hausgäste, die im Gästeflügel logieren, finden in dessen Nähe nummerierte Parkplätze. Weitere kostenlose Parkmöglichkeiten gibt es beim Haus der Natur (ehemaliges Bahnhofsgebäude), das nur etwa fünf Gehminuten entfernt liegt.

Ist Kloster Beuron für Kinder geeignet?

Ja, durchaus. Kinder finden die hohen Kirchenräume, die bunten Wandmalereien in der Gnadenkapelle und die Klosteranlage spannend – besonders wenn ihr eine kindgerechte Erklärung mitbringt. Wichtig ist, dass die Kinder die nötige Ruhe für einen Kirchenbesuch mitbringen. Außerhalb der Klostermauern bietet das Donautal mit seinen Wanderwegen, der Donau und den Felsen viele Möglichkeiten für Familienausflüge.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?

Mai bis Oktober ist die optimale Saison – dann fährt auch der Naturpark-Express, und das Donautal zeigt sich von seiner schönsten Seite. Für Pilger sind das Fest „Mariä Schmerzen“ im September und die Adventszeit besondere Höhepunkte. Mein persönlicher Lieblingsmonat ist der Oktober, wenn die Wälder im Donautal in goldenes Licht getaucht sind.

Kann man im Kloster Beuron übernachten?

Ja, im barrierefreien Gästeflügel. Du kannst dort einige Tage als Gast leben, an den Gebetszeiten der Mönche teilnehmen oder einfach Ruhe finden. Die Übernachtung verstehen sich als Vollpension mit vier Mahlzeiten. Anfragen am besten direkt beim Gastpater unter (07466) 17-158 oder per E-Mail an gastpater@erzabtei-beuron.de.

Fakten und Besuchertipps Kloster Beuron

  • Adresse: Erzabtei St. Martin zu Beuron, Abteistraße 2, 88631 Beuron
  • Anfahrt mit dem Auto: A 81 Stuttgart–Singen, Ausfahrt Tuningen, dann B 523 nach Tuttlingen und weiter Richtung Beuron. Aus Richtung Ulm: B 311. Zwei gebührenpflichtige Parkplätze unterhalb der Abteikirche.
  • Anfahrt mit dem ÖPNV: Donautalbahn (Tuttlingen–Ulm), Bahnhof Beuron, etwa alle zwei Stunden. Mai bis Oktober zusätzlich Naturpark-Express. Bushaltestelle ca. 5 Min. unterhalb des Klosters.
  • Öffnungszeiten Klosterkirche: täglich 5:00 – 20:15 Uhr (Besichtigung außerhalb der Gottesdienstzeiten)
  • Öffnungszeiten Klosterpforte: Werktags 8:45–10:45 Uhr / 14:00–17:45 Uhr; sonn- und feiertags 10:00–12:00 Uhr / 14:00–17:45 Uhr
  • Eintrittspreise: kostenfrei (Spenden willkommen)
  • Beste Besuchszeit: Mai bis Oktober (warme Witterung, Naturpark-Express verkehrt). Persönlicher Tipp: Oktober (Herbstfärbung)
  • ⏱️ Zeitlicher Aufwand: Mindestens 2 Stunden (Klosterkirche, Gnadenkapelle, Krypta, Klosterfriedhof). Mit Wanderung im Donautal: halber bis ganzer Tag
  • Barrierefreiheit: Klosterkirche und Gnadenkapelle weitgehend barrierefrei zugänglich. Gästeflügel barrierefrei saniert.
  • Hunde: In der Klosterkirche und auf dem Klosterfriedhof nicht erlaubt. Im Außenbereich und auf den Wanderwegen rund um das Kloster jedoch willkommen.
  • ️ Parkgebühren: Tagesgäste zahlen Gebühr auf den kommunalen Parkplätzen unterhalb des Klosters. Beim Haus der Natur kostenlos.
  • ️ Gastronomie vor Ort: Hotel Restaurant Pelikan direkt gegenüber dem Kloster. Klosterbeichte täglich 14:30–16:00 Uhr.
  • Insider-Tipp: Vesper am Sonntagnachmittag um 15 Uhr besuchen – Stundengebet mit gregorianischem Choral, einmaliges spirituelles Erlebnis. Die Krypta unter der Gnadenkapelle nicht vergessen!
  • Website: https://erzabtei-beuron.de/
  • ️ Google Maps: https://www.google.com/maps/search/?api=1&query=Erzabtei+St.+Martin+Beuron+Abteistra%C3%9Fe+2+88631+Beuron

Ein Ort, der nachwirkt

Wenn ich gefragt werde, welche Sehenswürdigkeit auf der Schwäbischen Alb mich am meisten beeindruckt hat, fällt mir spontan immer Beuron ein. Es ist die Verbindung von allem: gelebter Spiritualität, Kunstgeschichte, Natur, Stille. Hier verbringen Mönche seit fast 1000 Jahren ihre Tage mit Gebet, Arbeit und Studium – und du als Besucher darfst für ein paar Stunden oder Tage Teil davon sein.

Stand 2026 ist Beuron ein lebendiges Kloster mit aktiven Konzertreihen, Vorträgen, Kursen und einem reichen liturgischen Leben. Plane deinen Besuch ohne Hast, lass dich auf das Tempo des Klosters ein. Du wirst zurückkommen mit einer Erinnerung, die bleibt – das verspreche ich dir aus eigener Erfahrung. Wir sehen uns – auf der wunderschönen Schwäbischen Alb!

Folge Schwäbische Alb Guide auf Instagram

Alexander

Hallo, ich bin Alexander und bin der Betreiber dieses Blogs. Die Liebe zur Schwäbischen Alb habe ich schon in jungen Jahren entdeckt. Die unberührte, raue Natur der Alb hat mich schon immer in den Bann gezogen. Besuche mit mir die schönsten Orte auf der Schwäbischen Alb. Denn die Natur macht glücklich.

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Close