Der Blautopf in Blaubeuren – Die faszinierende Quelle der Blau

Der Blautopf in Blaubeuren ist weit über die Grenzen der schwäbischen Alb bekannt und berühmt. Und so viel schon mal vorweg: bei schönem Wetter ist der Blautopf absolut einen Besuch wert. Das strahlende Türkisblau des Blautopf schimmert dann wie Edelsteine in der Sonne. Kaum zu glauben wenn man es nicht selber gesehen hat.

Der Blautopf

Der Blautopf

Das faszinierende, intensive Blau entsteht übrigens dadurch das aufgrund der Tiefe der Quelle alle Spektralfarben bis auf Blau absorbiert werden. Dadurch strahlt der Blautopf in diesem faszinierendem Türkisblau. Der Blautopf ist die Quelle der Blau, die nach ca. 22 km in Ulm in die Donau fließt.

Blaubeuren – auch die Perle der schwäbischen Alb genannt

Aber nicht nur der Blautopf ist einen Besuch für Touristen und auch Einheimische wert, sondern auch das in der Region bekannte Blaubeuren. Wunderschön landschaftlich eingebettet auf der schwäbischen Alb ist die Schönheit der Altstadt sagenhaft.

Blaubeuren ist ansässig im Alb-Donau-Kreis und liegt ca. 20 km westlich von Ulm gelegen. Als staatlich anerkannter Erholungsort gibt es hier zahlreiche Hotels um Touristen und Besucher willkommen zu heißen.

Die historische und sehr gut erhaltene Altstadt von Blaubeuren ist malerisch schön und versetzt einen fast zurück ins Mittelalter. Für Radfahrer ist übrigens der Donau-Radweg direkt bei der Stadt. Lange Touren sind somit möglich.

Der Blautopf – die Quelle der Blau

Blautopf mit Kloster

Blautopf mit Kloster

Wenn man so in das strahlende Blau der Quelle  hineinsieht dann fragt man sich wie diese – auf der ganzen schwäbischen Alb bekannte – Quelle entstanden ist. Denn der Blautopf ist die zweitgrößte Karstquelle Deutschlands. Nur der Aachtopf ist noch etwas größer.

Zweitgrößte Karstquelle Deutschlands

Die schwäbische Alb und vor allem die Albhochfläche wird dominiert von Kalkgestein. Dieses wird durch Wasser ausgewaschen und es entstehen viele Höhlen und Spalten. Fällt Regen auf der schwäbischen Alb dann versickert das Wasser im Untergrund und das Kalkgestein der Alb wird durchsetzt. Deshalb ist die schwäbische Alb auch eine so höhlenreiche Region. Die Bärenhöhle und die Nebelhöhle gehören zu den bekanntesten davon.

Auch am Blautopf ist ein weitverzweigtes Höhlensystem, dass durch diese Verkarstung entstanden ist. Denn um den Blautopf ist dieses weitverzweigte und ziemlich große Höhlensystem, dass das versickernde Regenwasser sammelt und dann am Blautopf als Quelle der Blau wieder frei lässt.

Enorme Wassermassen – Bis zu 32.670 l pro / sec

Messstation am Blautopf

Messstation am Blautopf

Unglaubliche Wassermassen strömen aus dem großen Einzugsgebiet des Höhlensystems und hier entsteht dann die Blau. Am Blautopf selber gibt es eine Messstation mit der genau gemessen wird wie viel Wasser aus der 22 m tiefen Quelle pro Sekunde freigegeben wird. Der Spitzenwert lag bei 32.670 l/s! Im Durchschnitt sind es ca. 2300 l/s-ein unvorstellbarer großer Wert und dementsprechend große Wassermassen.

Aber warum ist der Blautopf so faszinierend blau?

Nun um ehrlich zu sein ist der Blautopf nicht immer so wahnsinnig blau. Ist starker Regen auf der Alb und das Wasser kommt frisch aus dem Höhlensystem, dann ist das Blau nicht ganz so intensiv. Fällt länger kein Regen, dann strahlt der Blautopf in immer faszinierenderen Blautönen. Je größer die Sichttiefe im Blautopf ist, desto intensiver ist diese Eigenfarbe Blau.

Alle anderen Spektralfarben des in den Blautopf strahlenden Lichts, außer dem Blau, werden aufgrund der Tiefe der Quelle absorbiert. Ist starker Regen oder Schneeschmelze in der Gegend, dann wird das Wasser teilweise grünlich und sogar manchmal bräunlich schmutzig. Das liegt daran, dass der Schmutz aus dem Höhlensystem eben auch hier austritt.

Die Sage von der schönen Lau

Denkmal der Schönen Lau

Denkmal der Schönen Lau

Am Blautopf steht ein steinernes Denkmal der schönen Lau. Gleich neben der Hammerschmiede hat der Bildhauer Fritz von Graevenitz das wunderschöne Denkmal der blauen Lau geschaffen.

Die Sage der Schönen Lau ist ein Dichtermärchen von Eduard Mörike. Es wird überliefert das ein Schustergeselle aus Stuttgart mit Wunderschuhen hier unterwegs war. Am Blautopf begegnete er der Wassernixe „Schöne Lau„.

Die Schöne Lau war die Frau des Wasserkönigs im schwarzen Meer und wurde von ihm verbannt, weil sie keine lebenden Kinder gebären konnte, und musste im Blautopf ihr Dasein fristen. Aber dank der Blaubeurener fand die Schöne Lau zurück zu ihrem Lachen und wurde von ihrem Fluch erlöst. Sie kehrte zurück zu ihrem Gemahl dem Wasserkönig im schwarzen Meer.

Fotogallerie

Am Blautopf

Um den Blautopf gibt es einen kurzen Rundweg, da diese Quelle natürlich nicht so groß ist wie ein See. Schließlich handelt es sich ja um eine Quelle. Um den Blautopf sind sehr viele Bänke mit Sitzgelegenheiten aufgestellt und man kann an schönen Tagen die wunderschöne Umgebung hier genießen.

Die Hammerschmiede Blaubeuren

Die Hammerschmiede

Die Hammerschmiede

Am Blautopf selber ist übrigens die Hammerschmiede Blaubeuren. Diese kann man für ein kleines Eintrittsgeld besichtigen. Auch das Kloster Blaubeuren liegt direkt neben dem Blautopf. Wenn man zum Blautopf läuft, dann läuft man im Prinzip durch das Kloster hindurch.

Ich empfehle Euch direkt vor dem Kloster Blaubeuren zu parken, da hier viele Parkplätze für das daneben liegende Sportgelände ist. Außerdem sind die Parkplätze hier in Blaubeuren sehr gut ausgeschildert, da doch einige Touristen und Besucher den Blautopf bei schönem Wetter besuchen. Übrigens gibt es hier auch einige Möglichkeiten einzukehren und etwas Gutes zu essen.

Das Café am Blautopf – Eis und Kuchen für Geniesser

Direkt am Blautopf gibt es das Café am Blautopf, wo es Kuchen und Eis gibt. Im Restaurant gibt es kleine Snacks und natürlich etwas zu trinken, während man die Aussicht auf den Blautopf genießt. Ein wenig weiter sind noch einige andere schöne Restaurants zu finden.

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