Ruine Reußenstein – wunderschöne Burgruine am Albtrauf

Um zur Ruine Reußenstein – auf der schwäbischen Alb bei Wiesensteig – zu kommen gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen könnt ihr direkt auf den Wanderparkplatz Reußenstein fahren und von dort aus sind es nur noch 700 m bis direkt an der Ruine Reußenstein.

Ruine Reußenstein auf der Schwäbischen Alb

Ruine Reußenstein auf der Schwäbischen Alb

Der Wanderparkplatz Reußenstein liegt auf 764 m und bietet große Parkflächen für interessierte Wanderer. Übrigens könnte ihr von hier aus auch zur Schertelshöhle laufen, die 3,7 km entfernt ist und natürlich dann auch zum Filsursprung in Entfernung von 5,6 km.

Und wer es etwas länger mag, auch nach Wiesensteig und dort in ein Restaurant oder Gasthof einkehren. Nach Wiesensteig sind es 9,6 km vom Wanderparkplatz aus.

Falls ihr einen Ausflug zur Schertelshöhle machen möchtet, was ich Euch sehr empfehlen kann da ich dort auch gerne mal hin wandere, der kann an der Schertelshöhle ins Rasthaus einkehren und dort einen Snack und ein Getränk zu sich nehmen.

Die Öffnungszeiten des Rasthaus Schertelshöhle sind:

  • Sonntags: das ganze Jahr über geöffnet
  • Werktags: vom 15. Mai bis zum 1. Oktober.
Wanderparkplatz Reußenstein

Wanderparkplatz Reußenstein

Am Wanderparkplatz Reußenstein ist eine Karte angebracht. Denn von ihr hier aus lassen sich viele interessante Ausflugsziele anlaufen.

Dazu gehören unter anderem:

  • Die Ruine Reußenstein
  • Die Große Weite (wunderschön zum Laufen, auch vom Bahnhöfle Wanderparkplatz aus)
  • Das Hasental, das an die Große Weite anschließt
  • Der Neidlinger Wasserfall
  • Die Heimensteinhöhle
  • Papiermühle
  • Filsursprung
  • Schertelshöhle

Das sind nur einige der Punkte, die von hier aus zu Fuß gut erreichbar sind. Die Stadt Wiesensteig ist vom Wanderparkplatz Reußenstein ca. 9,7 km entfernt und ist zu Fuß in weniger als 2 Stunden locker zu erreichen.

 

Das wunderschöne Städtchen Wiesensteig – Ganz in der Nähe

Das wunderschöne Städtchen Wiesensteig liegt idyllisch gelegen am Filsursprung. Wiesensteig ist anerkannt als staatlicher Erholungsort und immer wenn ich dort durchfahre (meistens wenn ich am Filsursprung laufe), dann überkommt mich ein Gefühl von heimeliger Liebe zur schwäbischen Alb.

Denn Wiesensteig ist wirklich traumhaft gelegen und hat sich den Charme eines romantischen Ortes mit schönen Fachwerkbauten und kleinen, engen Gassen bewahrt. So kann Wiesensteig nicht nur mit einer schönen Optik locken, sondern bietet in seiner Umgebung viele Möglichkeiten seine Freizeit angenehm zu verbringen. Denn nicht nur Wanderer finden hier Möglichkeiten, sondern auch Radfahrer, Kletterer, Skifahrer und Mountainbiker.

Wanderparadies Wiesensteig

Touristikinfo Wiesensteig
Stadtverwaltung Wiesensteig
Hauptstraße 25
73349 Wiesensteig
Tel. 073359620-0
E-Mail: info@wiesensteig.de
Zur Webseite: www.wiesensteig.de

Denn um Teile des ausgedehnten Wanderwegenetz der Albhochfläche zu erreichen, ist das Örtchen Wiesensteig ideal als Ausgangspunkt geeignet. Dazu bieten gemütliche Gasthöfe und Restaurants Einkehrmöglichkeiten im Anschluss an eine anstrengende Tour.

Wenn Sie mehr Informationen möchten zum zur Stadt Wiesensteig dann wenden Dich sich doch an die Touristikinformation. Die Adresse findest Du in der Infobox rechts.

Andere Wanderungen vom Wanderparkplatz Reußenstein ausgehend:

Die Hasental Runde

Infotafel am Parkplatz

Infotafel am Parkplatz

Die Wanderung wird entweder am Parkplatz Reußenstein oder am Parkplatz Papiermühle gestartet. Die Länge der Hasental Runde beträgt 8 km und es ist ein Höhenunterschied von 300 m insgesamt zu bewältigen. Der Weg ist überwiegend geschottert und die Hasental Runde ist ideal geeignet mit der ganzen Familie. Denn sie ist nicht besonders anstrengend und auch wenn sie 8 km lang ist, so kann man sie auch mit etwas älteren Kindern problemlos laufen.

Wegbeschreibung

Die Hasental Runde – vom Parkplatz Reußenstein – aus führt direkt vom Parkplatz über einen kleinen Waldpfad in Richtung der großen Weite und dann läuft man Richtung Papiermühle, um dort einen wunderbar idyllischen Weg zum zum Filsursprung zu laufen. Wenn ihr die Hasental Runde ausgehend vom Parkplatz Papiermühle startet, dann parkt man bereits dort und läuft dann zum kleinen Filsursprung bzw. zum Filsursprung.

Ein wunderschöner Weg, den ich öfters mal gehe, weil er direkt am Ursprung der Fils und dementsprechend kleinen Bachlauf der Fil entlang führt und man das Gefühl hat in den Bergen zu laufen. Der Weg ist nicht besonders anspruchsvoll und man kann bequem auch mit Kinderwagen von der Papiermühle aus zum Filsursprung laufen.

Einziger Nachteil ist, dass der Weg überwiegend geschottert ist und deswegen man nicht unbedingt einen Buggy dafür nehmen sollte. Von kleinen Filsursprung aus läuft man dann längs des Hasentals entlang und läuft kurz nach dem grauen Stein rechts in den Brunnenwald hoch und läuft dann zum Ausgangspunkt zurück. Natürlich ist die Hasental Runde komplett beschildert und deswegen müsst ihr Euch über den Verlauf so gesehen keine großen Gedanken machen.

Die Wiesensteig Runde

Wenn ihr am grauen Stein nicht rechts hoch abbiegt in den Brunnenwald, sondern geradeaus weiterlauft, dann könnt ihr die Runde erweitern zur Wiesensteig Runde. Diese hat einen identischen Verlauf, führt aber vom grauen Stein weiter Richtung Bahnhöfle. Der Verlauf führt dann durch die Große Weite fast bis zum Wanderparkplatz Bahnhöfle und ihr lauft dann auf der anderen Seite der großen Weite wieder Richtung Papiermühle.

Sollte ihr Euch dafür entscheiden, dann habt ihr einen Weg von ca. 10 km, wobei der Abstecher über die Große Weite tatsächlich auch sehr interessant ist und hier ist der Weg betoniert. Auf dem Foto der Karte könnte ihr Strecke genau ansehen.

Die Ruine Reußenstein im Video

Vom Wanderparkplatz zur Ruine Reußenstein

Wanderweg zur Ruine

Wanderweg zur Ruine

Wie ihr auf dem Foto sehen könnt, ist der Parkplatz Reußenstein sehr groß und selten wirklich voll. Ich bin Anfang Januar hier gewesen, wie ihr an dem Schnee unschwer erkennen könnt, und zu dieser Jahreszeit ist hier so gut wie gar nichts los. Wenn am Wochenende die Sonne scheint, dann kommen natürlich viele Touristen aus Stuttgart hierher :), aber trotzdem müsst ihr Euch keine Gedanken darüber machen, dass es hier wirklich voll wäre und zu viele Menschen da sind.

Das ist einer der Vorteile auf der schwäbischen Alb, da diese relativ dünn besiedelt ist und deswegen auch bei hervorragendem Wetter nicht zu viel Menschen hier sind. Ein Grund warum ich die schwäbische Alb so liebe, denn bei manchen anderen Ausflugszielen sind so viele Menschen, dass es einfach keinen Spaß macht.

Wenn ihr quer über den Parkplatz Reußenstein in Richtung der Ruine Reußenstein lauft, die ihr von hier schon sehen könnt, dann gibt es einen kleinen Weg der über die Landstraße führt. Dann überquert ihr die Straße und seht dann schon vor Euch die Ruine stehen. Ihr müsst jetzt 20-50 m an der Straße entlang laufen Richtung Wanderparkplatz Bahnhöfle und dann seht ihr eine Schranke, die gekennzeichnet es mit dem Wanderweg 4 und 1 und dem Albtraufgänger. Und hier lauft ihr genau in Richtung Reußenstein rein.

Die Schwäbische Alb – Auch ein Paradies für Kletterer

Kletterfelsen vor der Ruine

Kletterfelsen vor der Ruine

Wie oben schon kurz angesprochen ist der Raum Wiesensteig auch für Kletterer durchaus interessant. Denn gerade hier an der Ruine Reußenstein gibt es eine Klettermöglichkeit, die von der Herausforderung schon sehr hoch ist. Zumindest ich bin jedes Mal stark beeindruckt, wenn ich in die Tiefe schaue, da es hier mehrere 100 m senkrecht in die Tiefe geht.

Für Kletterer werden hier 107 Routen geboten mit einem Schwierigkeitsgrad bis zu 3. Mehr Infos findet ihr im Felsinformationssystem des deutschen Alpenvereins.

Immer wenn ich die Kletterer hochklettern sehe, dann hege ich durchaus eine gewisse Bewunderung für diesen Mut und das Können. Wenn ihr also eine Herausforderung sucht hier im Raum, dann kann ich Euch die Ruine Reußenstein, und den Kletterfelsen der direkt an der Ruine ist, wärmstens ans Herz legen. In der Fotogalerie könnt ihr natürlich den Weg sehen und auch den Parkplatz, so wie viele andere Informationen rund um die Ruine Reußenstein.

Alex Tipp zur Ruine Reußenstein
Wenn Du Informationen suchst zur Geschichte und zur Historie der Ruine Reußenstein, dann könnt das ihr hier nachlesen. Noch mehr Infos über die Besitzer, die Geschichte und die Historie der heute leider stark verfallenen Reußenstein Burg. Zur Webseite >>

Nach ca. 500 m seid ihr dann an einer wunderschönen Aussichtsfläche kurz vor der Ruine Reußenstein. Übrigens ist die Burg Teck von hier aus über den Schwäbische-Alb-Nordrand-Weg (HW 1) in ca. 14 km zu erreichen.

Wunderschöner Ausblick auf den Albtrauf

Dann lauft mal ganz vorne an den Aussichtspunkt und von hier aus kannts Du dann die Ruine Reußenstein in ihren ganzen Schöhnheit bewundern. Ihr steht auch jetzt genau am Kletterfelsen, an dem im Sommer zahlreiche Kletterer ihre Fertigkeiten perfektionieren.

Auf den Fotos seht ihr wie beeindruckend das ist, aber ich kann Euch sagen: Echt hoch und nur was für schwindelfreie hier ganz nach vorne zu gehen.

Auf dem Video könnt ihr auch den Ausblick, der wirklich wunderbar ist, sehen. Ihr seht auch den Wanderweg, der vom Wanderparkplatz Bahnhöfle direkt zur Ruine Reußenstein führt. Sehr imposante Felsen des Albtraufs sind zu sehen und ein wunderbares Panoramabild. Und der Ausblick ist spektakulär!

Wie ihr allerdings im Video hören könnt ist auch extrem Wind angesagt und die Finger frieren relativ schnell ein. Wenn ihr dann von der Aussichtsfläche wieder rausgeht, dann könnt ihr direkt zur Ruine Reußenstein laufen. Sind ja jetzt nur noch ein paar Meter.

Wunderschöne Grillwiese direkt vor der Ruine

Grillen direkt davor

Grillen direkt davor

Oder wenn ihr mal im Sommer schön Grillen wollt, dann könnt ihr direkt vor der Ruine Reußenstein rechts einen kleinen Pfad hochlaufen und seid dann auf einer wunderschönen Grillfläche mit Wiese, wo die Stadt Wiesensteig für Euch zwei Grillflächen gebaut hat mit Bänken und das Ganze wird von Mitarbeitern der Stadt Wiesensteig auch sehr ordentlich gepflegt.

Und ich bitte Euch, wenn ihr Party macht, Euren Dreck auch wieder mitzunehmen oder in den zur Verfügung stehenden Abfalleimern sauber zu entsorgen. Jedenfalls eine wunderschöne Location mit tollem Ausblick und direktem Blick auf die Ruine, um hier Eure Feste zu feiern. Übrigens auch ein kleiner Geheimtipp von mir.

Sperrung Ruine Reußenstein

Die Ruine Reußenstein war offiziell bis Ende 2015 wegen Bauarbeiten aufgrund von akuter Einsturzgefahr gesperrt. Wie ihr auch im Video sehen könnt, sind die Arbeiten wohl abgeschlossen und die Ruine Reußenstein erstrahlt wieder in ihrem vollen Glanz und es wurde auch kräftig daran gearbeitet und auch investiert.

Wenn ihr von der Grillfläche wieder rauslauft, dann geht es rechts ab direkt zur Ruine auf einem kleinen Panoramaweg. Sind aber nur 100 m wieder auf dem schwäbischen Alb Nordrand Weg HW 1 und schon kommt ihr an ein Geländer wo ihr direkt vor der Ruine steht.

Imposante Ruine

Wie ihr auf mein Fotos und Videos sehen könnt, ist die Ruine Reußenstein wirklich imposant anzusehen. Sie liegt auf einem Felsen in malerischer Atmosphäre und Landschaft und man kann sich vorstellen wie vor hunderten Jahren hier die Soldaten das Bollwerk verteidigt haben. Denn der Zugang über den Felsen ist quasi unmöglich und der einzige Zugang seht ihr hier am Eingang.

Damit ihr mehr Eindrücke von der Ruine ansehen könnt, hier die Reußenstein Fotogallerie.

Ruine Reußenstein Fotogallerie

Befestigungsanker für Kletterer

Anker für Kletterer

Anker für Kletterer

Wenn ihr am grünen Geländer direkt vor der Ruine links hoch läuft auf eine kleine Aussichtssfläche, dann ist hier der Platz an dem das Klettervergnügen steigen kann. Hier habe ich Euch mal die Absicherung für Kletterer fotografiert, wo ihr Euer Kletterseil einhängen könnt. Superkulisse, traumhafte Aussicht und wahrlich auch eine Herausforderung selbst für geübte und gute Kletterer.

Wenn ihr dann am grünen Geländer direkt vor der Ruine Reußenstein steht, dann geht es eine kurze Treppe hinunter und ihr könnt dann links direkt in die Ruine reingehen. Von der Ruine aus kann man direkt nach Neidlingen runterschauen, hat einen Überblick über das Neidlinger Tal und kann sogar noch Hepsisau erkennen. Bevor ihr ins Hauptgebäude reinlauft könnt ihr rechts den Burggraben betreten auf dem vormals die Soldaten die Burg gegen Angreifer verteidigen.

Die kleinen Türme, die früher der Verteidigung dienten, können betreten werden und der wunderschöne Ausblick hinunter ins Tal und auf Neidlingen und Hepsisau genossen werden. Für größere Menschen (wie mich) ist hier teilweise bei Betreten der überdachten und damit geschützten Verteidigungstürme Kopf einziehen angesagt. Wie ihr auf den Fotos sehen könnt ist die Burg wirklich in den Felsen gebaut und deswegen sieht man auch noch Felsformationen in den Verteidigungsstellungen. Am Eingang der Ruine links hoch geht es in die Hauptteil der ehemaligen Burg. Steht man hier dann ist der Ausblick wirklich imposant!

Etwas zur Geschichte der Burg Reußenstein

Blick auf Neidlinger Tal

Blick auf Neidlinger Tal

Die Burg Reußenstein wurde geschätzt gegen Ende des 13. Jahrhunderts erbaut. Als Ministerialburg der Herrschaft Teck sollte sie der Kontrolle des zu der Zeit einzigen Albaufstiegs aus dem Neidlinger Tal halten.

Der erste historisch bekannte Besitzer war Ritter Diethoh von Kirchheim-Stein, der die Burg wahrscheinlich um 1340 an seine Vettern Konrad und Heinrich Reuß verkaufte. Allerdings war die Burg nur ungefähr 30 Jahre lang im Besitz der Familie Reuß.

Trotz dieser bekannten Tatsache ist der Familienname Reuss, wie der Name der Burg Reußenstein schon sagt, auf immer mit der Burg verbunden. Nach dem Jahre 1371 wechselte das Besitztum an der Burg Reußenstein elf Mal.

Im Jahre 1441 wurde es an den Grafen von Helfenstein verkauft, in dessen Familienbesitz sie bis zum Jahre 1627 verblieb. Im Jahre 1642 beanspruchte Bayern und Württemberg das Besitztum an der Reußenstein und im Jahre 1806 fiel es an Württemberg. Im Jahre 1862 wechselte die Burg in den Besitz des württembergischen Königshaus über, und diese verkaufte Reußenstein 1964 an den Landkreis Nürtingen.

Aufwendige Restaurierungen

Seit dem 16. Jahrhundert ist Burg Reußenstein unbewohnt und verfällt zunehmend. Im Jahre 1965 und 1966 schließlich wurde die Burg Reußenstein mit finanzstarke Unterstützung des Landes Baden-Württemberg und zahlreicher freiwilliger Helfer aus Neidlingen und der weiteren Umgebung aufwendig restauriert.

Im Jahre 2015 fand eine erneute Restaurierung statt und wurde im Januar 2016 wieder freigegeben. Anfang 2016 präsentiert sich die Ruine Reußenstein nun in neuem Glanz. Die Burg Reußenstein ist sehr verwinkelt aufgebaut und hatte ursprünglich ein dreistufiges Verteidigungssystem (Mehrere Höfe). Aufgrund ihrer Lage auf einem hohen Felsen war sie nur sehr schwer einzunehmen und auch wenn man ersten Ring / Hof der Ruine erreicht hatte, konnten sich die Verteidiger auf den zweiten und dritten Ring zurückziehen.

Wie ihr auf den Fotos und Videos sehen könnt ist die Burg nicht sehr groß, aber sehr defensiv und verteidigungsfähig gebaut worden. Zur Not könnte man sich bis in den Innenraum zurückziehen und durch die kleinen Gänge und Verwinkelungen war es für Angreifer nur sehr schwierig, ohne große Verluste, diese einzunehmen.

Von der Ruine Reußenstein ausgehend sind die Wanderwege 1, 4 und 2 sowie der Albtrauf-Weg direkt begehbar und dieser Weg ist auch der schwäbische Alb Nordrandweg HW 1. Auch vom Wanderparkplatz Bahnhöfle lässt sich die Ruine Reußenstein in weniger als 20 Minuten locker erreichen. Den Weg seht ihr auf den Fotos. Allerdings ist es sehr viel bequemer direkt auf dem Parkplatz Reußenstein zu parken und die 700 m zu laufen.

Meine Eindrücke von der Ruine Reußenstein

Die Ruine Reußenstein ist definitiv einen Ausflug wert. Ich persönlich verbinde es immer mit einer Wanderung, die an der Ruine vorbeiführt. Denn ist eine kleine Burg und auch wenn man sich sehr viel Zeit nimmt, hat man diese in 20-30 Minuten ganz in Ruhe angesehen und genossen und kann dann weiter laufen.

Der Ausblick ist auch schon vor der Ruine spektakulär und besonders auch vom Kletterfelsen, aber wenn ihr dann in die Ruine rein geht (was ich Euch extrem empfehlen würde), dann ist der Ausblick von den kleinen Verteidigungstürmen der Reußenstein noch viel spektakulärer.

Es bietet sich dann ein Blick auf das Neidlinger Tal direkt unterhalb und auf Neidlingen und Hepsisau. Man kann einen schönen Blick auf einen kurzen Abschnitt des Albtraufs geniessen, die mit ihren Felsformationen spektakulär aussieht. Nach der Instandsetzung 2015 ist die Ruine Reußenstein jetzt wieder begehbar für Besucher und kostet keinen Eintritt.

Meine persönliche Meinung dazu ist: in den meisten Touristenländern hätte man hieraus eine Riesen-Sehenswürdigkeit gemacht und würde Eintritt verlangen und hätte ein touristisches Angebot dazu umgesetzt. Sehr charmant, dass dies auf der schwäbischen Alb völlig vernachlässigt wird, ist aber meiner Meinung nach mit ein Grund wieso sie immer noch ein Schattendasein führt und mit Regionen wie dem Schwarzwald nicht mithalten kann.

Denn man macht hier einfach zu wenig aus seinen wirklich großartigen Möglichkeiten und deswegen ist der Tourismus im Vergleich mit anderen deutschen Regionen hier auch nur sehr schwach vertreten. Auf der anderen Seite hat man durch diese touristische Unentschlossenheit natürlich einen gewissen Charme, der auch von der Burgruine Reußenstein ausgeht.

Für mich, der hier aus der Gegend stammt, ist es sehr angenehm, dass diese wunderschönen Sehenswürdigkeiten auf der schwäbischen Alb nicht überlaufen sind wie in anderen Regionen, aber wirtschaftlich betrachtet ist das natürlich für die schwäbische Alb Region nicht von Vorteil. Da ich persönlich schon ziemlich weit rum gekommen bin und mir gerne Burgen, Schlösser, Kirchen und andere Senhenswürdigketen anschaue, kann ich nur sagen, dass eine so wunderschöne Burgruine wie die Reußenstein in anderen Gebieten mit Sicherheit touristisch erschlossen und genutzt würde, um die Attraktivität für Urlauber und Touristen zu steigern.

Immer einen Ausflug wert

Wenn ihr hier in der Gegend wohnt oder Urlaub macht, dann solltet ihr auf jeden Fall einen Abstecher zur Ruine Reußenstein bei Wiesensteig bzw. Neidlingen machen. Ein wunderschönes Ausflugsziel für schöne Sommer und Wintertage und der wunderbare Panoramablick wird Euch für alles entlohnen. Wer ein wenig mehr Fantasie mitbringt, der wird auch beeindruckt sein von der Ruine und dem Aufbau. Wenn man drüber nachdenkt wie in alten Zeiten Schlachten geschlagen wurden.

Ein Ort der Ruhe und Stille und bei weitem nicht überlaufen. Mein Fazit: eine wunderschöne Sehenswürdigkeit in der Region Schwäbische Alb.

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